Einige Beispiele von konkreten Fällen und der Kommunikation zwischen „A little help from my friends e.V“. und den Botschaftern:

1. Kulturelles Leben

Mit der Hilfe unserer Spender konnten wir einem Vater und seinem Sohn einen Moment gemeinsame Auszeit ermöglichen. Der Mann mit einer 80-prozentigen Schwerbehinderung kümmert sich mit geteiltem Sorgerecht um seinen Sohn und lebt von einer sehr kleinen Rente und Sozialleistungen. Gemeinsame Aktivitäten, die Geld kosten, sind mit seinem Sohn nicht möglich. Die STEP (Paritätische Gesellschaft für Sozialtherapie und Pädagogik mbH), die den Mann betreut, wandte sich an unseren Verein und fragte, ob wir den beiden den Besuch einer kulturellen Einrichtung ermöglichen würden. Sie erhielten eine Jahreskarte für das Erlebnismuseum Phaeno und werden dorthin nun regelmäßig Ausflüge unternehmen und somit den Alltag einen Moment vergessen können.

 


2. Geld für das Nötigste im Frauenhaus

Eine Mitarbeiterin der Region Hannover bat uns in einem dringenden Fall um Hilfe. Eine Frau war aus Hessen mit ihren zwei Kindern vor ihrem gewalttätigen Ehemann nach Hannover ins Frauenhaus geflüchtet. Die Frau war komplett mittellos und auf Geld- und Sachspenden angewiesen, da auch erst die Zuständigkeit für Sozialleistungen geklärt werden musste. Der Aufenthalt im Frauenhaus war dann ebenfalls gefährdet, da keine Kommune die Rechnung zahlte. In dieser Notsituation sprang A little Help for my friends e.V. kurzfristig ein und ließ der Mutter Geld für das Nötigste zukommen.

 


3. Geld für dringend benötigte Hormone

Hallo Frau Holm,

zunächst wünsche ich ein „Frohes Neues Jahr“ und bedanke mich noch mal im Namen meines Kunden … für die schnelle unbürokratische Hilfe.

Er hat nun auch eine Anstellung gefunden, sodass es fast den Anschein hat, als wäre Ihre gute Tat der Stein des Anstoßes für eine langfristige Verbesserung der Situation des Kunden gewesen.

Ich werde Ihnen in den nächsten Tagen meinen Mitgliedschaftsbogen zusenden und auch den Beitrag überweisen. Ich finde es ganz toll, was Sie machen.

Nun habe ich auch gleich schon einen weiteren Fall. Es handelt sich um eine transsexuelle Kundin, die aktuell in der Phase der geschlechtsangleichenden Maßnahmen ist. Zum einen benötigt sie hier Hormone, die nicht von der Krankenkasse gezahlt werden. Da die Kundin aktuell auch in einer nicht angemessenen Wohnung wohnt und aufgrund der Wohnungsmarktsituation bisher nicht in der Lage war, etwas angemessenes zu finden, werden die finanziellen Ressourcen immer knapper und sie sorgt sich nun, da sie die Hormone für dieses Quartal nicht zahlen kann. Die Kosten belaufen sich auf 37,50 € pro Quartal. Können wir da was möglich machen?

Über eine zeitnahe Rückmeldung freue ich mich und wünsche einen angenehmen Feierabend.

Mit freundlichen Grüßen
….
Fallmanagerin 
Markt und Integration

 


4. Geld für ein Schüler-Notebook für den Sohn

Hallo,

ich arbeite im Jobcenter Seelze und habe durch Zufall von Ihrem Verein gehört.

Ich habe einen Kunden, alleinerziehender Vater, der heute mit der Bitte um finanzielle Unterstützung für die Anschaffung des Schüler-Notebooks/PC für seinen 15-jährigen Sohn an mich herangetreten ist. Dieser PC ist für die weitere schulische Laufbahn des Sohnes notwendig.

Aus dem SGB II ist mir diesbezüglich keine Fördermöglichkeit bekannt. Ist dies etwas, wo Ihr Verein helfen könnte?

Vielen herzlichen Dank für eine kurze Rückmeldung.

Fallmanagement
JC Seelze

 


5. Geld für Pässe und Schulmaterial für fünf Kinder

Betreff: Eckdaten einer Familie in Notlage
Guten Tag Frau Holm,

wie eben mit Ihnen telefonisch besprochen, stelle ich Ihnen die Familie in kurzen Sätzen vor:

Die Familie ist uns bereits seit einiger Zeit bekannt. Frau D. ist alleinerziehende Mutter von fünf Kindern. Ihre drei ältesten Kinder haben einen türkischen Migrationshintergrund und lebten in jungen Jahren in der Türkei, gegen den Willen der Kindesmutter. Die Zwillinge von Frau D. haben einen griechischen Migrationshintergrund und werden nach den Sommerferien eingeschult.

Frau D. ist selbst in Deutschland aufgewachsen. Seit ca. 15 Jahren habe sie zu ihren Eltern, insbesondere ihrer alkoholkranken Mutter keinen Kontakt mehr. Vor kurzem erfuhr sie von der Polizei aus Saarbrücken, dass ihre Mutter verstarb und sie die einzige Angehörige sei, sodass sie für die Organisation und Kosten der Bestattung verpflichtet war. Frau D. ist derzeit am Rande ihrer Kräfte – sowohl emotional als auch finanziell.

Am 20.08.2015 muss sie mit ihren fünf Kindern nach Hamburg fahren und neue Pässe besorgen, die sie zahlen muss. Sie muss außerdem die Fahrtkosten dafür tragen. Durch die angefallenen Kosten rund um die Bestattung ist dies nun kaum möglich für Frau D., die selbst Leistungen des Job Centers bezieht. Zudem fallen Kosten für die Einschulung der Kinder wie Schulranzen, Bücher und weitere Materialien an.

Wir danken Ihnen bereits im Voraus für Ihre großzügige Spende, die Sie im Telefonat ankündigten!

Frau D. wird uns die Quittungen für die Pässe, die Zugtickets, sowie der Schulmaterialien vorlegen, die wir dann an Sie weiterleiten.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Der Oberbürgermeister
Im Auftrag

Landeshauptstadt Hannover
Fachbereich Jugend und Familie
Kommunaler Sozialdienst

 


6. Geld für eine Matratze

Von: „Dr. Stefanie Holm“
Betr.: Kauf einer neuen Matratze

Hallo Herr …,

wir unterstützen Ihren Klienten gerne durch die Finanzierung der neuen Matratze.

Wie sollen wir es abwickeln? Wenn Sie mir den Preis nennen, überweise ich das Geld an Herrn N., gerne auch an Sie, brauche dann aber die Rechnung für die Matratze und leider auch noch eine Kopie seiner Bezüge?!

Herzlichen Gruß, Stefanie Holm

Von: <…@step-hannover.de>
Hallo Frau Dr. Holm!

Da freut sich aber jemand! Ich treffe mich gleich mit Herrn N. wir informieren uns vor Ort im Geschäft über mögliche Angebote. Ich werde dann gleich mal nachfragen, wie man den Kauf über die Bühne bringen könnte und halte Sie auf dem Laufenden.

Schöne Grüße und ebensolches Wochenende!

Sucht- und Jugendhilfeträger STEP gGmbH
Fachbereich SGB XII / Beschäftigung
www.step-hannover.de

 


7. Mail einer neuen Botschafterin im JobCenter Region Hannover

Liebe Frau Dr. Holm,

über Ihren prompten Rückruf habe ich mich sehr gefreut und bin begeistert über die unbürokratische Möglichkeit, im Fall des Falles Klient*innen mit Hilfe des Vereins unterstützen zu können.

Durch Kolleg*innen haben Sie ja vielleicht schon einen Eindruck von den Aufgaben der Fallmanager*innen im Jobcenter. Im (beschäftigungsorientierten) Fallmanagement (bFM) des Jobcenters arbeiten wir mit leistungsberechtigten Menschen zusammen, die sich in besonders komplexen Lebenslagen befinden und sich oft in äußerst prekären und fragilen Strukturen bewegen. Dabei sind häufig auch Kinder betroffen und es handelt sich bei weitem nicht immer um selbstverschuldete Notlagen. Im bFM versuchen wir gemeinsam tragfähige Perspektiven zu erarbeiten und eine positive Entwicklung zu fördern. Leider gibt es allzu oft Schwierigkeiten, die sich ohne kurzfristige finanzielle Unterstützung nicht lösen lassen.

Das Angebot des Vereins kann da eine große Hilfe sein und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Die Möglichkeit, dem Verein beizutreten, schaue ich mir in den nächsten Tagen noch genauer an.

Herzliche Grüße

Fallmanagement
JobCenter Region Hannover